November 2026
Ein unvergesslicher Abend in der Laeiszhalle

Rund 1.000 Besucher, mehr als 130 Mitwirkende und stehende Ovationen: Mit „Bellows Across Borders“ feierten das Akkordeonorchester der Musikschule Elmshorn und das London Accordion Orchestra am 31. Oktober 2026 ein außergewöhnliches deutsch-britisches Musikfest im Großen Saal der Hamburger Laeiszhalle. Ein Höhepunkt im Jahr des Akkordeons – und ein eindrucksvoller Beweis dafür, was Musik über Ländergrenzen hinweg bewegen kann.
Vier Jahre Vorbereitung, zahlreiche Proben und eine große gemeinsame Vision: Als am Ende des Konzertabends die letzten Töne von „I Will Survive“ verklangen und das Publikum die Musikerinnen und Musiker mit stehenden Ovationen feierte, war die Begeisterung auf und vor der Bühne gleichermaßen groß. Für das Akkordeonorchester der Musikschule Elmshorn war dieser Auftritt einer der besonderen Höhepunkte seiner langjährigen Geschichte.
Unter der Leitung von Susanne Drdack, Kulturpreisträgerin der Stadt Elmshorn, und Ian Watson, Leiter des London Accordion Orchestra, präsentierten die beiden Ensembles ein Programm, das die beeindruckende Vielseitigkeit des Akkordeons hörbar machte. Unterstützt wurden sie von einem eigens zusammengestellten Konzertchor aus dem Kinder- und Jugendchor der Liedertafel Elmshorn sowie dem Mittel- und Oberstufenchor der Bismarckschule Elmshorn.
Von klassischer Klangkunst bis zu Star Wars und Britney Spears
Das abwechslungsreiche Konzertprogramm führte durch unterschiedlichste musikalische Welten. Anspruchsvolle Originalkompositionen wie „The Kingdoms“ von Ian Watson und „Werziade IV“ von Fritz Dobler standen neben Werken wie „Danzón“ von Arturo Márquez und „O Magnum Mysterium“ von Morten Lauridsen.
Auch die Filmmusik kam nicht zu kurz: Melodien aus „Harry Potter“, „Out of Africa“ und „Star Wars“ sorgten ebenso für Begeisterung wie John Williams’ „Swing, Swing, Swing“ und eine überraschende Swing-Interpretation von Britney Spears’ „Toxic“, die Ian Watson eigens arrangiert hatte.
Die musikalische Bandbreite machte eindrucksvoll deutlich, dass das Akkordeon weit mehr ist als ein Instrument traditioneller Unterhaltungsmusik. Mal kraftvoll und orchestral, mal einfühlsam und filigran, dann wieder voller Rhythmus und Spielfreude – die Ensembles zeigten die nahezu unbegrenzten klanglichen Möglichkeiten moderner Akkordeonmusik.
Den emotionalen Schlusspunkt setzte die gemeinsame Zugabe „I Will Survive“. Musiker, Chöre und Publikum feierten miteinander und verwandelten den Großen Saal der Laeiszhalle in ein musikalisches Gemeinschaftserlebnis.

„Es war ein Abend, wie wir ihn uns schöner nicht hätten wünschen können. Nach vier Jahren Vorbereitung gemeinsam mit unseren Londoner Freunden auf dieser besonderen Bühne zu stehen und vor einem so begeisterten Publikum zu spielen, war überwältigend.“
Susanne Drdack, Leiterin des Akkordeonorchesters der Musikschule Elmshorn
Vier Tage gelebte deutsch-britische Freundschaft
Doch „Bellows Across Borders“ war weit mehr als ein Konzert. Während ihres viertägigen Aufenthalts in Elmshorn und Hamburg begegneten sich die Musikerinnen und Musiker beider Orchester auch abseits der Bühne.
Beim offiziellen Empfang in der Musikschule Elmshorn begrüßte Oberbürgermeister Erik Sachse die britischen Gäste. Im Mittelpunkt stand dabei die Bedeutung des kulturellen Austauschs für die Verständigung und Freundschaft zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Eine besondere Rolle spielte der interkulturelle Begegnungsabend in Harry’s Haus am See. In ungezwungener Atmosphäre bot sich den Beteiligten die Gelegenheit, persönliche Kontakte zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und die in den vergangenen Jahren gewachsenen Freundschaften zu stärken.
Ermöglicht wurde dieser Begegnungsabend durch die
Bürgerstiftung Elmshorn,
die damit einen wichtigen Beitrag zum internationalen Austausch leistete. Die Förderung unterstreicht, wie wertvoll bürgerschaftliches Engagement für die kulturelle Vielfalt und das gesellschaftliche Miteinander in Elmshorn ist.
Abgerundet wurde das Besuchsprogramm am Sonntag durch eine englischsprachige Führung im Hamburger Rathaus, bevor die Londoner Gäste ihre Heimreise antraten.
Ein großer Erfolg für die Musikschule und den Kulturstandort Elmshorn
Das 1980 gegründete Akkordeonorchester der Musikschule Elmshorn hat sich mit seinen musikalischen Leistungen längst über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Zu seinen Erfolgen zählt unter anderem der zweite Platz beim World Music Festival in Innsbruck 2019.
Mit dem Konzert in der Laeiszhalle gelang dem Ensemble nun ein weiterer Meilenstein. Zugleich zeigte das Projekt eindrucksvoll, welches musikalische und organisatorische Potenzial in der Zusammenarbeit der Elmshorner Kultur- und Bildungseinrichtungen steckt.
Denn der Konzertabend vereinte erfahrene Orchestermusikerinnen und -musiker mit jungen Chorsängerinnen und Chorsängern, Menschen verschiedener Generationen und zwei Ensembles aus unterschiedlichen Ländern. Gerade diese Verbindung machte „Bellows Across Borders“ zu einem besonderen Erlebnis.
Auch zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft waren dabei, darunter Elmshorns Oberbürgermeister Erik Sachse, die Vorsitzende der Bürgerstiftung Elmshorn, Bengta Reich, Anton Schlenger-Evers als zweiter Vorsitzender der Liedertafel Elmshorn sowie Musikschulleiter Walter Klement.
Ein besonderer Dank an Susanne Drdack und alle Unterstützer
Ein internationales Projekt dieser Größenordnung ist ohne außergewöhnliches persönliches Engagement und die Unterstützung zahlreicher Partner nicht zu verwirklichen.
Ein ganz besonderer Dank gilt Susanne Drdack, der Leiterin des Akkordeonorchesters der Musikschule Elmshorn und Kulturpreisträgerin der Stadt. Sie war die treibende Kraft hinter „Bellows Across Borders“ und hat das außergewöhnliche Projekt über vier Jahre mit großem persönlichen Engagement, musikalischer Leidenschaft und organisatorischem Einsatz vorangetrieben. Ohne ihre Initiative und Beharrlichkeit wäre dieses internationale Musikereignis in dieser Form kaum denkbar gewesen.
Ebenso herzlich danken wir Ian Watson, dem London Accordion Orchestra, den beteiligten Chören, allen Musikerinnen und Musikern sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieses besonderen Projekts beigetragen haben.
Die Musikschule Elmshorn und ihr Akkordeonorchester danken darüber hinaus ausdrücklich der
Bürgerstiftung Elmshorn,
die mit ihrer Förderung des interkulturellen Begegnungsabends einen wichtigen Teil des Austauschs ermöglichte.
Unser Dank gilt ebenso allen weiteren Förderern und Unterstützern:
Peter Kölln GmbH,
DERBE Hamburg,
Stadtmarketing Elmshorn,
Sparkasse Elmshorn,
Tischlerei und Bestattungen Konetzny,
DB Architekt,
IVS Immobilien Verwaltung Stubenrauch,
Die Akkordeon Profis
sowie dem
Senat der Freien und Hansestadt Hamburg.
„Bellows Across Borders“ hat gezeigt, wie Musik Menschen verbindet, Freundschaften wachsen lässt und aus einer gemeinsamen Idee etwas Großes entstehen kann. Ein Konzert, das weit über den Abend in der Laeiszhalle hinaus in Erinnerung bleiben wird.
